Klimaanpassung im Sport
Autoren: Dr. Jutta Katthage, Torge Hauschild
Die modernisierte Sportanlage Möllner Landstraße in Hamburg zeigt, wie Sportinfrastruktur zugleich Klimaresilienz schaffen kann. Im Rahmen der Active City Strategie wurde die Anlage so geplant, dass sie bei Starkregen zusätzlich bis zu 500 Kubikmeter Wasser aufnehmen und versickern kann. Das Projekt gilt als Beispiel für multicodierte Sportflächen, die weit mehr leisten als Sport. Torge Hauschild vom Fachamt Bezirklicher Sportstättenbau der Freien und Hansestadt Hamburg erklärt, warum das Praxisbeispiel als Modell für zukunftsfähige Stadtentwicklung dient.
© Naumann Landschaft
Die Modernisierung urbaner Sportinfrastruktur hat in den letzten Jahren nicht nur in Hamburg eine große Bedeutung erhalten (1). Viele Faktoren befeuern diesen Modernisierungsbedarf. An erster Stelle steht sicherlich die Konkurrenz um die zur Verfügung stehenden Flächen bei gleichzeitig stetig ansteigender Nutzerzahl. Zudem verfolgt Hamburg über die Active City Strategie das Ziel, die Stadtbevölkerung insgesamt – und nicht nur in den Vereinen – zu aktivieren (2).
Auch weitere Themen, wie zum Beispiel die Freiraumquantität und -qualität, die Entwicklung hin zur multifunktionalen Sportinfrastruktur (anstatt der hochspezialisierten), der Effizienzsteigerung in sportfunktioneller und flächenbezogener Nutzung) beeinflussen den Modernisierungsansatz und dessen Ausprägung nachdrücklich.